Nicht jede Sehnenreizung, jede Kalkschulter oder jede beginnende Arthrose muss sofort operiert werden. Moderne Therapieverfahren ermöglichen es heute, auch hartnäckige orthopädische Beschwerden effektiv zu behandeln – ohne Operation, ohne lange Ausfallzeiten und mit vergleichsweise geringem Aufwand. Zwei dieser Verfahren stehen im Mittelpunkt dieses Beitrags: die Stoßwellentherapie und die ACP-Therapie. In der OCS Düsseldorf gehören beide Methoden zum festen Behandlungsspektrum – und werden gezielt dort eingesetzt, wo sie tatsächlich helfen.

Was ist Stoßwellentherapie – und wie funktioniert sie?

Die Frage „Was ist Stoßwellentherapie?“ stellen sich viele Patienten, wenn sie das erste Mal davon hören. Das Verfahren klingt nach Hightech – ist aber in der orthopädischen Praxis seit Jahrzehnten etabliert und wissenschaftlich gut dokumentiert.

Bei der Stoßwellentherapie werden hochenergetische Schallwellen – sogenannte Stoßwellen – gezielt in erkranktes Gewebe geleitet. Diese Energie entfaltet mehrere heilungsfördernde Wirkungen gleichzeitig: Sie fördert die Durchblutung des Gewebes, regt die Bildung neuer Blutgefäße an, aktiviert körpereigene Heilungsprozesse und kann Kalkablagerungen zertrümmern. In geschädigtem Sehnengewebe, das aufgrund seiner schlechten Durchblutung schlecht von selbst heilt, ist die Stoßwellentherapie deshalb besonders wirksam.

Ist Stoßwellentherapie schmerzhaft?

Diese Frage stellt sich nahezu jeder Patient, der zum ersten Mal von der Behandlung hört. Die Antwort: Die Stoßwellentherapie kann während der Anwendung als unangenehm oder drückend empfunden werden – insbesondere wenn das behandelte Gewebe stark gereizt ist. Ein scharfer Schmerz wie bei einer Injektion ist jedoch nicht zu erwarten.

Die Intensität der Stoßwellen wird individuell angepasst – beginnend mit einer niedrigeren Energie, die schrittweise gesteigert wird. Die meisten Patienten beschreiben die Empfindung als drückend oder pochend, aber tolerierbar. Eine Betäubung ist in der Regel nicht notwendig. Nach der Behandlung kann der Bereich für einige Stunden empfindlicher sein – das ist ein normales Zeichen dafür, dass das Gewebe auf die Reizung reagiert.

Wann wird Stoßwellentherapie eingesetzt?

Kalkschulter – das klassische Einsatzgebiet

Die Kalkschulter ist eines der besten Einsatzgebiete der Stoßwellentherapie. Die Schallwellen können Kalkdepots in den Schultersehnen mechanisch zertrümmern und gleichzeitig die Durchblutung des Gewebes fördern, sodass das zertrümmerte Kalzium vom Körper abtransportiert werden kann. Mehrere Studien belegen die Wirksamkeit der Stoßwellentherapie bei der Kalkschulter – mit Erfolgsraten, die mit denen der Nadel-Lavage vergleichbar sind. In der OCS Düsseldorf ist die Stoßwellentherapie deshalb der erste Schritt, bevor invasivere Verfahren in Betracht gezogen werden.

Impingement und Schultersehnen

Auch beim Impingement-Syndrom – der mechanischen Einengung der Schultersehnen – kann Stoßwellentherapie sinnvoll eingesetzt werden. Sie lindert die Entzündung der gereizten Sehnen und fördert die Regeneration des Gewebes – ergänzend zur Physiotherapie, die die eigentliche mechanische Ursache angeht.

Achillessehnenreizung und Sehnentendinopathien

Bei chronischen Achillessehnenreizungen, Patellasehnenproblemen und anderen Sehnentendinopathien ist die Stoßwellentherapie eines der wirksamsten nicht-invasiven Verfahren. Sie stimuliert die Bildung von neuem Sehnengewebe und kann die Schmerzschwelle senken, indem sie die schmerzleitenden Nervenfasern vorübergehend beeinflusst.

Arthrose – ergänzende Unterstützung

Bei beginnendem Gelenkverschleiß kann Stoßwellentherapie als ergänzende Maßnahme eingesetzt werden, um Schmerzen zu lindern und die Durchblutung des gelenknahen Gewebes zu fördern. Sie ersetzt keine spezifische Arthrosetherapie, kann aber den Effekt anderer Maßnahmen unterstützen.

Was ist ACP-Therapie – und wie funktioniert sie?

Die ACP-Therapie – autologes konditioniertes Plasma – ist ein biologisches Verfahren, das körpereigene Heilungsmechanismen nutzt. Dem Patienten wird eine kleine Menge Blut entnommen, in einer speziellen Zentrifuge aufbereitet und anschließend in das erkrankte Gewebe injiziert. Das Ergebnis ist ein hoch konzentriertes Plasma, das reich an Wachstumsfaktoren und entzündungshemmenden Proteinen ist.

Diese Wachstumsfaktoren aktivieren die körpereigene Geweberegeneration: Sie fördern die Heilung von Sehnen, Bändern und Knorpelgewebe, dämpfen lokale Entzündungsreaktionen und können den Knorpelabbau bei Arthrose verlangsamen. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Wann ist ACP-Therapie sinnvoll?

Sehnenerkrankungen und Überlastungsschäden

Die ACP-Therapie wird besonders erfolgreich bei Sehnentendinopathien eingesetzt – also bei Achillessehnenreizungen, Schultertendinopathien, Knieproblemen durch Patellasehnenreizung und beim Tennisarm. Wo das Sehnengewebe durch chronische Überbelastung degeneriert ist und sich von selbst schlecht regeneriert, kann ACP den biologischen Heilungsprozess anstoßen.

Arthrose im Anfangsstadium

Bei beginnendem Knorpelverschleiß – etwa bei Daumengrundgelenksarthrose (Rhizarthrose), Kniegelenksarthrose oder Schulterarthrose – kann ACP die Entzündungsreaktion im Gelenk dämpfen und die Regeneration der verbleibenden Knorpelzellen fördern. Für geeignete Patienten ist ACP eine schonende Alternative zu Kortison-Injektionen, ohne die Nebenwirkungen der Kortison-Langzeittherapie.

Was kostet ACP-Therapie?

Die ACP-Therapie-Kosten werden von der gesetzlichen Krankenkasse in der Regel nicht übernommen, da es sich um eine individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) handelt. Privat Versicherte haben häufig Anspruch auf Kostenerstattung. In der OCS Düsseldorf werden Sie vor der Behandlung transparent über alle Kosten informiert, damit Sie eine fundierte Entscheidung treffen können.

Stoßwellentherapie vs. ACP – was ist der Unterschied?

Beide Verfahren sind modern, nicht-invasiv oder minimal-invasiv und zielen auf die Aktivierung körpereigener Heilungsprozesse. Der Unterschied liegt im Wirkmechanismus: Stoßwellentherapie wirkt physikalisch – durch Energie, die von außen in das Gewebe geleitet wird. ACP wirkt biologisch – durch die Injektion körpereigener Wachstumsfaktoren direkt ins Gewebe.

In vielen Fällen ergänzen sich beide Verfahren hervorragend: Stoßwellentherapie verbessert die Durchblutung und bereitet das Gewebe vor, ACP liefert die biologischen Signale zur Regeneration. Die Spezialisten der OCS Düsseldorf entscheiden für jeden Patienten individuell, welches Verfahren – oder welche Kombination – für den vorliegenden Befund am sinnvollsten ist.

Häufige Fragen zu Stoßwellentherapie und ACP (FAQ)

Wie viele Sitzungen Stoßwellentherapie sind nötig?

In der Regel werden drei bis sechs Sitzungen im Abstand von einer Woche empfohlen. Die Anzahl hängt vom Befund und dem Ansprechen auf die Behandlung ab.

Kann ich nach der Stoßwellentherapie sofort Sport treiben?

In den ersten 24 bis 48 Stunden nach einer Stoßwellentherapie-Sitzung sollte der behandelte Bereich geschont werden. Danach ist moderates Training in der Regel möglich.

Wie schnell wirkt die ACP-Therapie?

Die Wirkung der ACP-Therapie setzt nicht sofort ein – da biologische Regenerationsprozesse Zeit brauchen. Erste Verbesserungen sind häufig nach zwei bis vier Wochen spürbar, die vollständige Wirkung zeigt sich nach mehreren Monaten.

Ist ACP-Therapie sicher?

Da ACP aus dem eigenen Blut des Patienten gewonnen wird, sind allergische Reaktionen ausgeschlossen. Das Infektionsrisiko ist bei steriler Aufbereitung sehr gering. ACP gilt als gut verträgliches und sicheres Verfahren.

Fazit – moderne Therapie für hartnäckige Beschwerden

Stoßwellentherapie und ACP-Therapie sind zwei der wirksamsten modernen Behandlungsmethoden in der Orthopädie – ohne Skalpell, ohne langen Krankenhausaufenthalt und mit minimalem Risiko. In der OCS Düsseldorf setzen wir beide Verfahren gezielt und evidenzbasiert ein, um hartnäckige Beschwerden effektiv zu behandeln.

Möchten Sie wissen, ob Stoßwellentherapie oder ACP-Therapie für Ihre Beschwerden geeignet ist? Die Spezialist*innen in der OCS Düsseldorf beraten Sie ausführlich und individuell. Buchen Sie jetzt Ihren Termin online oder rufen Sie uns direkt an.