Sehnenschmerzen entwickeln sich häufig schleichend. Anfangs treten sie nur unter Belastung auf, später möglicherweise auch in Ruhe. Viele Betroffene sind unsicher, ob es sich lediglich um eine Überlastung handelt oder ob eine ernsthafte Verletzung vorliegt.
Sehnen verbinden Muskeln mit Knochen und übertragen die Muskelkraft auf das Skelett. Durch wiederholte Belastung, abrupte Trainingssteigerung oder Fehlbewegungen können sie gereizt, degenerativ verändert oder im Extremfall teilweise oder vollständig reißen. Eine strukturierte orthopädische Abklärung – wie sie bei OCS Düsseldorf erfolgt – hilft, zwischen funktioneller Überlastung und strukturellem Schaden zu unterscheiden.
Achillessehne – typische Beschwerden und Ursachen
Die Achillessehne ist die kräftigste Sehne des Körpers. Sie verbindet die Wadenmuskulatur mit dem Fersenbein und wird bei jedem Schritt belastet. Besonders bei sportlicher Aktivität wirkt eine erhebliche Zugkraft auf diese Struktur.
Typisch für eine Achillessehnenproblematik sind Schmerzen im Bereich der Ferse oder etwas darüber, häufig begleitet von morgendlicher Steifigkeit. Die Beschwerden nehmen unter Belastung zu und können mit Druckschmerz oder einer lokalen Verdickung einhergehen.
In den meisten Fällen liegt keine akute Entzündung, sondern eine sogenannte Tendinopathie vor – also eine degenerative Veränderung durch Überlastung. Ursachen sind häufig eine plötzliche Trainingssteigerung, ungeeignetes Schuhwerk, verkürzte Wadenmuskulatur oder Fehlstellungen des Fußes.
Wann sollten Achillessehnenschmerzen ärztlich abgeklärt werden?
Eine orthopädische Untersuchung ist sinnvoll, wenn Beschwerden über mehrere Wochen bestehen, die Belastbarkeit deutlich eingeschränkt ist oder eine sichtbare Schwellung auftritt. Auch ein plötzlich einsetzender, stechender Schmerz sollte ärztlich beurteilt werden, insbesondere wenn der Verdacht auf einen Sehnenriss besteht.
Eine frühzeitige Abklärung kann helfen, chronische Verläufe zu vermeiden und Belastungen zu optimieren.
Achillessehnenriss – typische Zeichen
Ein kompletter Riss der Achillessehne tritt meist plötzlich auf und wird häufig als peitschenhiebartiger Schmerz beschrieben. Betroffene berichten nicht selten von einem spürbaren oder hörbaren Knacken. Anschließend kommt es zu einem deutlichen Kraftverlust beim Abstoßen des Fußes sowie zu Unsicherheit beim Gehen.
In solchen Fällen ist eine zeitnahe orthopädische Diagnostik entscheidend, um das weitere Vorgehen festzulegen.
Tennisarm – Überlastung am Ellenbogen
Der sogenannte Tennisarm, medizinisch als Epicondylopathie bezeichnet, betrifft die Sehnenansätze an der Außenseite des Ellenbogens. Trotz seines Namens ist er keine reine Sportverletzung, sondern tritt häufig bei wiederholten Belastungen im Beruf oder Alltag auf.
Typisch sind Schmerzen an der Außenseite des Ellenbogens, die bei Greifbewegungen oder beim Heben von Gegenständen zunehmen. Häufig besteht zusätzlich ein Kraftverlust oder Druckschmerz über dem Sehnenansatz.
Auch hier handelt es sich meist um eine degenerative Überlastungsreaktion und nicht um eine klassische Entzündung.
Sehnenriss am Ellenbogen
Ein Sehnenriss im Bereich des Ellenbogens kann akut nach einer starken Belastung oder schleichend auf dem Boden einer vorbestehenden Tendinopathie entstehen. Auffällig sind deutlicher Kraftverlust, belastungsabhängige Schmerzen und gegebenenfalls eine sichtbare Veränderung im Muskelverlauf.
Die Unterscheidung zwischen reiner Überlastung, Teilriss und kompletter Ruptur erfolgt durch klinische Untersuchung und bildgebende Verfahren.
Diagnostik bei Sehnenbeschwerden
Die Diagnostik beginnt mit einer sorgfältigen klinischen Untersuchung. Dabei werden Beweglichkeit, Kraft und Schmerzlokalisation geprüft. Ergänzend kann eine Ultraschalluntersuchung die Sehnenstruktur darstellen und Hinweise auf Teilrisse oder degenerative Veränderungen liefern. Bei komplexeren Fragestellungen oder Verdacht auf strukturelle Schäden kann eine MRT-Untersuchung sinnvoll sein.
Ziel ist es, die Ursache der Beschwerden eindeutig zu bestimmen und eine Überlastung von einem strukturellen Schaden abzugrenzen.
Behandlung – konservativ im Vordergrund
In den meisten Fällen erfolgt die Behandlung konservativ. Eine gezielte Anpassung der Belastung, physiotherapeutische Übungen zur Kräftigung und Dehnung sowie eine funktionelle Stabilisierung stehen im Vordergrund. Entscheidend ist eine kontrollierte Belastungssteigerung statt vollständiger Schonung.
Operative Maßnahmen werden nur dann erwogen, wenn konservative Therapien über einen längeren Zeitraum keine ausreichende Besserung bringen oder ein kompletter Sehnenriss vorliegt. Weitere Informationen zu unseren konservativen Behandlungsmethoden finden Sie hier.
Sportorthopädische Betreuung bei OCS Düsseldorf
In der orthopädischen Praxis OCS Düsseldorf werden Sehnenbeschwerden sportorthopädisch eingeordnet. Neben der strukturellen Diagnostik spielt die funktionelle Analyse eine wichtige Rolle, um Belastungsmuster zu erkennen und individuell anzupassen.
Ziel ist es, die Sehne langfristig zu stabilisieren, chronische Verläufe zu vermeiden und eine sichere Rückkehr zur sportlichen oder beruflichen Belastung zu ermöglichen.
Sehnenschmerzen sollten nicht dauerhaft ignoriert werden. Eine frühzeitige orthopädische Abklärung hilft, zwischen Überlastung, degenerativer Veränderung und Sehnenriss zu unterscheiden. So können chronische Beschwerden vermieden und eine gezielte Therapie eingeleitet werden. Buchen Sie jetzt Ihren Termin und lassen Sie sich beraten.
