Schulterschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden, mit denen Patienten einen Orthopäden aufsuchen. Die Schulter ist das beweglichste Gelenk des menschlichen Körpers – und genau das macht sie anfällig. Ob Kalkschulter, Impingement, entzündete Schultersehnen oder Schulterarthrose: Hinter Schmerzen in der Schulter stecken oft sehr unterschiedliche Ursachen, die eine gezielte Diagnose erfordern. Wer bei Schulterschmerzen zu lange wartet, riskiert, dass aus einer gut behandelbaren Reizung ein chronisches Problem wird. Die Schulter-Spezialisten der OCS Düsseldorf stehen Ihnen mit modernster Diagnostik und individuellen Therapiekonzepten zur Seite – von der ersten Untersuchung bis zur erfolgreichen Behandlung.

Warum schmerzt die Schulter – und welcher Arzt ist der richtige?

Die Schulter ist kein einzelnes Gelenk, sondern ein komplexes Zusammenspiel aus Schulterblatt, Oberarmknochen, Schlüsselbein, Muskeln, Sehnen und Schleimbeuteln. Schmerzen in der Schulter können aus nahezu jeder dieser Strukturen entstehen – was die Diagnose ohne fachärztliche Untersuchung schwierig macht.

Bei Schmerzen in der Schulter ist ein Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie mit Erfahrung in der Schulterchirurgie die richtige Anlaufstelle. Allgemeine Schmerzmittel oder das bloße Abwarten lösen das Problem selten. Wer schon länger unter Schulterschmerzen leidet, sollte nicht zögern, einen Schulter-Spezialisten aufzusuchen – denn je früher die Ursache gefunden wird, desto schonender kann behandelt werden. In der OCS Düsseldorf erhalten Sie schnell eine fundierte Diagnose und einen klaren Behandlungsplan.

Kalkschulter – wenn Kalzium das Gelenk blockiert

Was ist eine Kalkschulter und wie entsteht sie?

Die Kalkschulter – medizinisch Tendinosis calcarea – ist eine der häufigsten Ursachen für plötzlich auftretende, intensive Schulterschmerzen. Bei dieser Erkrankung lagern sich Kalziumkristalle in den Sehnen der Rotatorenmanschette ein, meist in der Supraspinatussehne. Die genauen Kalkschulter-Ursachen sind noch nicht vollständig geklärt, aber es wird davon ausgegangen, dass lokale Durchblutungsstörungen in der Sehne den Prozess auslösen. Das Gewebe verkalkt, schwillt an und kann den umgebenden Schleimbeutel reizen – mit teils heftigen Schmerzen als Folge.

Die Erkrankung tritt bevorzugt bei Personen zwischen 30 und 60 Jahren auf und betrifft Frauen häufiger als Männer. In vielen Fällen verläuft die Kalkschulter in Phasen: einer schmerzhaften Entzündungsphase, in der sich der Kalk auflöst, und einer ruhigeren Phase, in der sich das Kalzium absetzt.

Kalkschulter Symptome – wie erkennt man die Verkalkung?

Die Kalkschulter-Symptome sind in der akuten Phase kaum zu übersehen. Betroffene berichten von plötzlich einsetzenden, extrem starken Schulterschmerzen, die sich bei Bewegung – besonders beim Heben des Arms – intensivieren. Auch nachts, im Liegen auf der betroffenen Schulter, sind die Schmerzen häufig ausgeprägt. In der chronischen Phase kann die Verkalkung der Schulter über lange Zeit mit weniger dramatischen, aber anhaltenden Beschwerden verbunden sein.

Die Diagnose wird durch ein Röntgenbild gesichert, das die Kalkdepots in der Sehne klar darstellt. Ergänzend kann eine Ultraschalluntersuchung wertvolle Informationen über den Zustand der Sehne und des Schleimbeutels liefern.

Kalkschulter Behandlung – von Stoßwellentherapie bis OP

Die meisten Kalkschultern lassen sich ohne Operation erfolgreich behandeln. Entzündungshemmende Medikamente und Kortison-Injektionen lindern den akuten Schmerz. Die Stoßwellentherapie ist bei der Kalkschulter ein besonders wirksames Verfahren: Hochenergetische Schallwellen zertrümmern das Kalkdepot und regen gleichzeitig die Selbstheilung des Gewebes an. Viele Patienten fragen, ob die Stoßwellentherapie schmerzhaft ist – die Antwort ist: Sie kann während der Anwendung unangenehm sein, ist aber in der Regel gut tolerierbar und erfordert keine Betäubung. Alternativ kann das Kalkdepot unter Ultraschallkontrolle gezielt mit einer Nadel gespült werden. Nur wenn diese Methoden nicht ansprechen, ist ein arthroskopischer Eingriff zur Entfernung des Kalkdepots notwendig.

Impingement Schulter – wenn Sehnen eingeklemmt werden

Was ist ein Schulter-Impingement?

Das Impingement-Syndrom der Schulter beschreibt eine mechanische Einengung der Schultersehnen und des Schleimbeutels unterhalb des Schulterdaches. Bei jeder Armbewegung gleiten die Schultersehnen – insbesondere die Supraspinatussehne – durch einen engen Kanal unter dem Schulterblatt. Ist dieser Kanal zu eng, werden die Sehnen eingeklemmt, was zu Schmerz, Entzündung und mit der Zeit zu Sehnenrissen führen kann.

Das Impingement der Schulter betrifft häufig Menschen mit bestimmten Schulterformen, nach Schulterinstabilitäten oder bei Berufen und Sportarten mit vielen Überkopfbewegungen. Auch eine vorausgegangene Schleimbeutelentzündung kann das Impingement begünstigen.

Symptome des Impingement-Syndroms

Typisch für das Schulter-Impingement ist ein Schmerzbogen: Der Arm schmerzt besonders in einem bestimmten Bewegungsausmaß – meist wenn er seitlich auf eine bestimmte Höhe gehoben wird. Außerhalb dieses Schmerzbereichs ist die Bewegung oft wieder möglich. Nachtschmerzen, Schwäche beim Heben und ein Druckgefühl tief in der Schulter sind weitere typische Beschwerden.

Schultersehnen und Supraspinatussehne – wenn die Entzündung chronisch wird

Die Schultersehnen, insbesondere die Supraspinatussehne, sind beim Impingement dauerhaft mechanischem Stress ausgesetzt. Eine Supraspinatussehnen-Entzündung zeigt sich durch Druckschmerz an der Schulteraußenseite, Schmerzen bei bestimmten Bewegungen und eine zunehmende Kraftminderung des betroffenen Arms. Wird eine Supraspinatussehnen-Entzündung nicht behandelt, droht ein schleichender oder plötzlicher Sehnenriss – der sogenannte verschleppte Sehnenriss der Schulter. Ein solcher Riss kann die Schulterfunktion dauerhaft beeinträchtigen und erfordert in vielen Fällen einen operativen Eingriff.

Impingement behandeln – konservativ und operativ

Im ersten Schritt steht die konservative Therapie: Physiotherapie zur Kräftigung der Rotatorenmanschette und Verbesserung der Schultermechanik, entzündungshemmende Medikamente und gezielte Injektionen in den Schleimbeutelraum. Die ACP-Therapie – die Injektion von autologem konditioniertem Plasma – wird auch beim Impingement eingesetzt und fördert die Regeneration des gereizten Gewebes. Die ACP-Therapie-Kosten werden nicht immer von der Krankenkasse übernommen und sollten im Vorfeld mit dem Arzt besprochen werden. Wenn konservative Maßnahmen nach mehreren Monaten keine ausreichende Besserung bringen, kann eine arthroskopische Erweiterung des Schulterdaches – die sogenannte subakromiale Dekompression – den nötigen Platz für die Sehnen schaffen.

Schleimbeutelentzündung der Schulter – wenn der Puffer versagt

Der Schleimbeutel unter dem Schulterblatt hat die Aufgabe, Reibung zwischen Sehnen und Knochen zu dämpfen. Beim Impingement oder durch direkte Reizung kann er sich entzünden – die sogenannte Bursitis subacromialis. Die Schleimbeutelentzündung der Schulter verursacht oft tiefe, dumpfe Schulterschmerzen, die sich bei Bewegung und besonders nachts verstärken. In vielen Fällen lässt sie sich konservativ mit Injektionen und Physiotherapie behandeln. Nur bei anhaltender, therapieresistenter Schleimbeutelentzündung wird eine Schulter-OP zur Entfernung des Schleimbeutels notwendig.

Schulterarthrose – wenn der Knorpel schwindet

Was ist Schulterarthrose und wie entsteht sie?

Schulterarthrose – medizinisch Omarthrose – bezeichnet den Verschleiß des Knorpels im Schultergelenk. Sie ist seltener als Knie- oder Hüftarthrose, tritt aber vor allem nach Schulterinstabilitäten, nach Frakturen oder bei langjährig bestehendem Impingement auf. Die Schulterarthrose-Symptome entwickeln sich schleichend: zunächst Anlaufschmerzen am Morgen, später anhaltende Schmerzen bei Bewegung und schließlich auch Ruheschmerzen. Die Beweglichkeit der Schulter nimmt mit fortschreitender Arthrose zunehmend ab.

Arthrose in der Schulter – was tun?

Bei der Schulterarthrose kommt es zunächst auf konservative Maßnahmen an: Physiotherapie, entzündungshemmende Therapie, Infiltrationen mit Hyaluronsäure oder Kortison sowie die ACP-Therapie können die Beschwerden über lange Zeit kontrollieren. Stoßwellentherapie und physikalische Maßnahmen ergänzen das Spektrum. Wenn die Gelenkflächen jedoch so weit zerstört sind, dass keine konservative Therapie mehr ausreichend hilft, kann ein Schultergelenksersatz – eine Schulterprothese – notwendig werden. Die Schulter-Spezialisten der OCS Düsseldorf beurteilen Ihren Befund individuell und besprechen mit Ihnen alle Optionen, bevor eine Entscheidung getroffen wird. Mehr zu unserem Behandlungsschwerpunkt Schulter finden Sie hier.

Häufige Fragen zu Schulterschmerzen (FAQ)

Welcher Arzt ist bei Schulterschmerzen der richtige?

Bei anhaltenden oder starken Schulterschmerzen ist ein Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie mit Schulter-Erfahrung die richtige Anlaufstelle. In der OCS Düsseldorf finden Sie erfahrene Schulter-Spezialisten, die alle relevanten Erkrankungen der Schulter diagnostizieren und behandeln – von der Kalkschulter bis zum Sehnenriss.

Wie lange dauert die Behandlung einer Kalkschulter?

Das hängt vom Stadium der Erkrankung ab. Manche Kalkschultern lösen sich innerhalb weniger Wochen von selbst auf. Mit Stoßwellentherapie oder Nadel-Lavage sind viele Patienten nach wenigen Sitzungen deutlich gebessert. In hartnäckigen Fällen kann die vollständige Beschwerdefreiheit mehrere Monate dauern.

Ist Stoßwellentherapie bei Kalkschulter schmerzhaft?

Die Stoßwellentherapie kann während der Anwendung als unangenehm oder drückend empfunden werden, ist aber in der Regel gut tolerierbar. Sie erfordert keine Betäubung und ist ein ambulantes Verfahren mit sehr kurzer Nachbehandlungszeit.

Was ist der Unterschied zwischen Kalkschulter und Impingement?

Beim Impingement werden die Schultersehnen mechanisch eingeklemmt – ohne zwingend eine Verkalkung. Bei der Kalkschulter lagern sich Kalziumkristalle in der Sehne ab, was zusätzlich zu Entzündung und Einengung führt. Beide Erkrankungen können gleichzeitig auftreten und ähnliche Symptome verursachen.

Kann ein Sehnenriss der Schulter übersehen werden?

Ja – ein schleichender Sehnenriss der Schulter entwickelt sich oft über Monate und wird zunächst als Verspannung oder Überbelastung fehlgedeutet. Ein verschleppter Sehnenriss zeigt sich durch zunehmende Kraftminderung, anhaltende Schmerzen und eine eingeschränkte Beweglichkeit. Bei diesen Zeichen ist eine MRT-Untersuchung zur genauen Diagnose dringend empfohlen.

Fazit – Schulterschmerzen gezielt abklären und behandeln

Die Schulter ist zu wichtig, um Schmerzsignale dauerhaft zu ignorieren. Ob Kalkschulter, Impingement, Schleimbeutelentzündung oder Schulterarthrose – jede Erkrankung hat ihre eigene Ursache und erfordert eine individuelle Therapie. Der gemeinsame Nenner ist: Frühzeitige Diagnose schützt vor Folgeschäden. Wer bei ersten Anzeichen handelt, kann in vielen Fällen eine Operation vermeiden und langfristig beschwerdefrei bleiben.

Leiden Sie unter anhaltenden Schulterschmerzen und wissen nicht, was dahintersteckt? Die erfahrenen Schulter-Spezialisten der OCS Düsseldorf diagnostizieren Ihre Beschwerden präzise – mit moderner Bildgebung und einem umfassenden orthopädischen Untersuchungskonzept. Ob Kalkschulter, Impingement oder Schulterarthrose: Wir entwickeln gemeinsam mit Ihnen den richtigen Behandlungsplan. Buchen Sie jetzt Ihren Termin online oder rufen Sie uns direkt an.