Der Arm lässt sich kaum noch über die Schulterhöhe heben, beim Griff nach hinten schmerzt es – das Schulter-Impingement-Syndrom ist nach dem Rückenschmerz das zweithäufigste Beschwerdebild am Bewegungsapparat. Die Schulterexperten der OCS Düsseldorf erklären, was beim Impingement passiert, welche Übungen wirklich helfen und wann ein Arzt eingeschaltet werden muss.

Was ist ein Schulter-Impingement?

Als Impingement (englisch: Einklemmung) bezeichnet man eine mechanische Einengung von Sehnen und Schleimbeuteln im Schultergelenk – meistens zwischen dem Oberarmknochen und dem Schulterdach  (Akromion). Beim Heben des Arms wird dabei die Rotatorenmanschette (die Muskel-Sehnen-Kappe, die das Schultergelenk stabilisiert) eingeklemmt. Das führt zu Entzündung, Schmerz und langfristig zu Sehnenverschleiß.

Typische Symptome

  •       Schmerzen beim Heben des Arms, besonders zwischen 60° und 120° (sogenannter „schmerzhafter Bogen“)
  •       Schmerzen beim Griff nach hinten oder beim Anlegen des Sicherheitsgurts
  •       Nächtliche Schmerzen, besonders beim Liegen auf der betroffenen Schulter
  •       Kraftverlust in der Schulter
  •       Schmerzen strahlen oft in den Oberarm aus, selten bis in den Unterarm

Ursachen – warum entsteht ein Impingement?

Häufige Ursachen sind Überlastung durch einseitige Tätigkeiten (Handwerk, Büroarbeit, Overhead-Sport wie Tennis oder Schwimmen), Muskelschwäche oder -ungleichgewicht der Schulterblatt-Stabilisatoren sowie altersbedingte Veränderungen an Sehnen und Knochen (Knochenspornunter dem Akromion). Eine schlechte Haltung (Rundrücken) begünstigt das Impingement erheblich.

Behandlung – was hilft?

Das Schulter-Impingement spricht in den meisten Fällen sehr gut auf konservative Therapie an:

  •       Physiotherapie: Kräftigung der Rotatorenmanschette und der Schulterblatt-Stabilisatoren ist die wirksamste Maßnahme – senkt den Oberarmkopf und schafft mehr Platz im Schulterraum
  •       Stoßwellentherapie: Besonders wirksam bei begleitenden Sehnenverkalkungen (Kalkschulter)
  •       Kortison-Infiltration: Rasche Entzündungshemmung, ermöglicht schmerzfreie Physiotherapie
  •       Ultraschallgeführte Injektionen mit Eigenblutderivaten (ACS, PRP/ACP): In der OCS Düsseldorf führen wir alle Schulterinjektionen unter Bildkontrolle durch – für präzise Platzierung und maximale Wirkung
  •       OP (Akromioplastik): Nur nach 3–6 Monaten ohne ausreichende Besserung – dann wird arthroskopisch Platz geschaffen und ggf. Knochensporne entfernt

Übungen bei Schulter-Impingement

Diese drei Übungen können täglich durchgeführt werden und zeigen in Studien gute Wirkung bei leichtem bis mittelschwerem Impingement:

  •       Schulterblatt-Retraktion: Aufrecht sitzen, Schulterblätter aktiv zusammenziehen und 10 Sekunden halten – 10 Wiederholungen. Stärkt die hinteren Schultermuskeln.
  •       Außenrotation mit Theraband: Ellenbogen am Körper, Unterarm im 90°-Winkel, Band nach außen drehen – 3 × 15 Wiederholungen. Kräftigt die Außenrotatoren.
  •       Wall Angel: Rücken an der Wand, Arme wie ein „Engel“ langsam heben und senken – 10 Wiederholungen. Verbessert die Schulterblatt-Kontrolle.

Wichtig: Diese Übungen ersetzen keine professionelle Physiotherapie. Bei starken Schmerzen sollte die Belastung reduziert und zunächst ein Arzt konsultiert werden.

FAQ – Schulter-Impingement

Wie lange dauert ein Schulter-Impingement?

Mit konsequenter Behandlung bessern sich 70–80 % der Patienten innerhalb von 3–6 Monaten deutlich. Ohne Therapie können die Beschwerden chronisch werden und zu dauerhaften Sehnenschäden führen.

Kann ich mit Schulter-Impingement Sport treiben?

Overhead-Sport (Tennis, Schwimmen Kraul, Volleyball) sollte pausiert werden. Radfahren, leichte Kraft- und Ausdauerübungen sind oft möglich – immer in Absprache mit dem behandelnden Arzt.

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